{"id":15495,"date":"2022-01-14T17:15:08","date_gmt":"2022-01-14T17:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hopecapetown.org\/wp-sa\/?p=15495"},"modified":"2023-09-06T10:47:35","modified_gmt":"2023-09-06T10:47:35","slug":"2020-hope-to-home-gesundheitsarbeiterin-eva-coetzee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hopecapetown.org\/de\/2020-hope-to-home-gesundheitsarbeiterin-eva-coetzee\/","title":{"rendered":"2020 HOPE TO HOME: Gesundheitsarbeiterin Eva Coetzee"},"content":{"rendered":"<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen in der Behandlung von HIV bei Kindern ist heute die Beibehaltung der Versorgung von Patienten, die eine antiretrovirale Behandlung (ART) begonnen haben. HOPE to Home ist ein Projekt am Tygerberg-Krankenhaus, das Kindern und ihren Betreuern dabei helfen soll, den \u00dcbergang zwischen einer station\u00e4ren Behandlung auf der Station des Tygerberg-Krankenhauses und einer ambulanten Behandlung in der lokalen Klinik \/ zu Hause zu schaffen. Heute treffen wir eine der Mitarbeiterinnen von HOPE to Home, die ihre Erfahrungen mit uns teilt.<\/p>\n<p>Eva Coetzee, Mutter von 2 Kindern, wuchs auf einer Farm in der N\u00e4he von Malmesbury bei Kapstadt auf. Das Leben war nicht leicht f\u00fcr sie, denn sie verlor ihre Mutter im Alter von 12 Jahren. Ohne den prim\u00e4ren &#8220;Brotverdiener&#8221; war es f\u00fcr die Familie von nun an \u00e4u\u00dferst schwierig. Als Zweitj\u00fcngste von vier Geschwistern mussten sie Wege finden, um zu \u00fcberleben. Sie entschieden sich, am Wochenende auf H\u00fchnerfarmen zu arbeiten, um Nahrung und Kleidung kaufen zu k\u00f6nnen. Dies funktionierte eine Weile, bis Eva beschloss, die Schule w\u00e4hrend der 11. Klasse abzubrechen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 zog sie nach Santekraam bei Durbanville, in der Hoffnung, etwas Besseres zu finden und begann auf einer Weinfarm zu arbeiten. Es war ihr wichtig, dass ihr j\u00fcngster Bruder weiter zur Schule gehen konnte, daher unterst\u00fctzte sie ihn finanziell. Sie begann ehrenamtlich in Kliniken zu arbeiten, half bei einfachen administrativen T\u00e4tigkeiten mit und fand sich einige Monate sp\u00e4ter im Grace Fellowship Zentrum als h\u00e4usliche Pflegekraft wieder. Obwohl sie keine Erfahrung und keinen Schulabschluss hatte, erkannte man ihr Potenzial und machte sie zu einer der Besten! Was sie am meisten an ihrer Rolle als Pflegekraft liebte, war die Tatsache, dass sie auf Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten traf und sie durch ihre schwierige Zeit begleiten konnte. Obwohl es auf der einen Seite ein tolles Gef\u00fchl sein kann, die Fortschritte eines Patienten zu sehen, ist es auf der anderen Seite ebenso traurig, zu beobachten, wie sich der Zustand eines Patienten pl\u00f6tzlich zum Schlechten wendet und er stirbt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2011 bewarb sie sich dann um eine Stelle als Gesundheitsarbeiterin bei HOPE Cape Town. Zuerst war sie aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung voller Zweifel, glaubte aber, wenn es Gottes Wille sein sollte, w\u00fcrden sich die T\u00fcren \u00f6ffnen &#8211; was sie auch taten! Eva liebt ihre Arbeit, besonders den Umgang mit Menschen. Ihr typischer Arbeitstag im B\u00fcro beginnt jeden Morgen um 7 Uhr. Sie geht zun\u00e4chst durch die Stationen und \u00fcberpr\u00fcft, ob M\u00fctter und Babys HIV ausgesetzt waren. Sie ist die Verbindungsperson zwischen Patienten und Arzt und sorgt daf\u00fcr, dass alles in Akten vermerkt wird.<\/p>\n<p>In einigen F\u00e4llen, insbesondere wenn sich mehr als ein Patient auf der Station befindet, kann es schwierig sein, mit den Patienten \u00fcber ihren HIV-Status zu sprechen, da das Stigma immer noch ein Problem ist und immer bleiben wird. Es gibt jedoch die M\u00f6glichkeit, Beratungsr\u00e4ume zu nutzen, in denen die Situation unter Wahrung der Privatsph\u00e4re besprochen werden kann. Es ist wirklich ermutigend zu sehen, wie sich Patienten einem gegen\u00fcber \u00f6ffnen und um ein Gebet bitten. Eva glaubt, dass es leicht ist, einen Durchbruch zu erzielen, wenn man eine gute Beziehung zu diesen Patienten aufbaut und ihr Vertrauen gewinnt, um so die Ursache ihrer schwierigen Lebensumst\u00e4nde zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr mich geh\u00f6rt es, Kinder leiden zu sehen. Aber zu den sch\u00f6nsten Momenten f\u00fcr mich geh\u00f6rt es auch, jemandem ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern zu k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-976\" src=\"https:\/\/hopecapetown.org\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Eva_Coetzee.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"150\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen in der Behandlung von HIV bei Kindern ist heute die Beibehaltung der Versorgung von Patienten, die eine antiretrovirale Behandlung (ART) begonnen haben. 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