Geschichte von HOPE Cape Town

HOPE Cape Town entstand aus einer medizinischen Initiative, die auf eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen Südafrikas reagierte. Im Jahr 1999 wurde Rev. Fr. Stefan Hippler von Ärztinnen und Ärzten des Tygerberg Academic Health Complex gebeten, gemeinsam eine Lösung für die Versorgung und Behandlung HIV-positiver Kinder zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit Dr. Monika Esser, damals Leiterin der Immunologie am Tygerberg Hospital, entstand die erste spezialisierte Station für die tertiäre Versorgung HIV-positiver Kinder: die G7 Ithemba („Hope“) Station für Infektionskrankheiten. Mit der offiziellen Eröffnung dieser Station im Oktober 2001 wurde gleichzeitig HOPE (HIV Outreach Programme and Education) Cape Town als Non-Profit-Organisation gegründet

Zu einer Zeit, als antiretrovirale Therapien für Kinder noch nicht Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung waren, organisierte HOPE Cape Town private Förderpartnerschaften, um betroffenen Kindern lebenswichtige Medikamente zu ermöglichen. Als die südafrikanische Regierung 2007 die kostenlose Bereitstellung antiretroviraler Medikamente für alle Altersgruppen einführte, wurden die letzten durch HOPE Cape Town unterstützten Kinder erfolgreich in das staatliche Programm überführt.

 

Ausbau der Gesundheitsarbeit in den Gemeinde: Bereits 2002 erweiterte HOPE Cape Town seine Arbeit über das Krankenhaus hinaus und setzte den ersten ausgebildeten Community Health Worker in der Mfuleni Clinic ein.

In den folgenden Jahren unterstützten bis zu 25 Community Health Worker Programme und Dienstleistungen in zehn Kliniken und Krankenhäusern in einkommensschwachen Gemeinden. Sie stärkten die Kapazitäten der Einrichtungen, unterstützten Beratung und Tests im Bereich HIV, begleiteten Patientinnen und Patienten bei der Behandlung und förderten die Therapietreue, mit besonderem Fokus auf Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Dieses Programm wurde Ende 2025 im Zuge struktureller Veränderungen im öffentlichen Gesundheitssystem der Provinz abgeschlossen.

Sehen Sie sich unserenth Dokumentarfilm zum 20-jährigen Jubiläum

Ganzheitliche Programme für nachhaltige Perspektiven : HOPE Cape Town verfolgt einen integrierten Lebenszyklus-Ansatz, der Menschen von der frühen Kindheit bis zum Einstieg ins Berufsleben begleitet.

Die Programme konzentrieren sich auf zentrale Entwicklungsbereiche:Frühkindliche Entwicklung, Präventive Gesundheitsangebote, Jugendbildung und psychosoziale Unterstützung, Berufs- und Karriereberatung, Berufsbildung und praxisorientierte Qualifizierung, Förderung von Unternehmertum und Gemeindebasierte Entwicklungsprogramme. Damit schafft HOPE Cape Town konkrete Entwicklungspfade von Bildung zu Beschäftigung.

Vorbereitung auf Ausbildung und Beschäftigung :Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, junge Menschen gezielt auf weiterführende Bildung und nachhaltige Beschäftigung vorzubereiten.

Die Programme vermitteln sowohl wichtige Schlüsselkompetenzen als auch fachliche Qualifikationen, darunter:

  • Erstellung professioneller Lebensläufe
  • Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche
  • Arbeitsplatzkompetenzen und professionelle Kommunikation
  • digitale Kompetenzen
  • branchenspezifische technische Fähigkeiten

So wird sichergestellt, dass Teilnehmende Programme nicht nur abschließen, sondern erfolgreich in Ausbildung, Studium oder Beschäftigung übergehen.

Internationale Kooperation und Arbeitsmobilität: HOPE Cape Town arbeitet in einem starken Netzwerk lokaler und internationaler Partnerorganisationen, um Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu erweitern.

Ein besonderer Fokus liegt auf bi-nationalen Programmen, insbesondere euro-afrikanischen Programmen zur Arbeitsmobilität, die qualifizierten südafrikanischen Fachkräften den Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland ermöglichen.

Diese Programme sind bewusst als gegenseitiger Austausch gestaltet und fördern Wissenstransfer, berufliche Erfahrung und interkulturelles Lernen in beiden Regionen. Die Eröffnung eines Büros des Bayerischen Berufsbildungswerks auf dem Campus The Nex-Indawo Yethu unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit in der Berufsbildung.

Internationale Partnerschaften: Die internationale Zusammenarbeit von HOPE Cape Town wird durch ein Netzwerk engagierter Partnerorganisationen unterstützt:

  • HOPE Kapstadt Stiftung (Deutschland) – gegründet 2006
  • HOPE Cape Town USA – gegründet 2016

Gemeinsam tragen diese Partnerschaften dazu bei, Ressourcen, Wissen und Chancen zu mobilisieren, um nachhaltige Entwicklungswege für junge Menschen und Gemeinden zu schaffen.